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vergangene Veranstaltungen

Langnamenverein auf Hofer Weihnachtsmarkt

Gefühlt der kälteste Tag des ganzen Jahres war es, als fünf Aktive des Langnamenvereins am 13. Dezember erstmals für einen Tag einen Stand auf dem Hofer Weihnachtsmarkt betrieben. Angeboten wurde die breite Palette aller lieferbaren Bücher des Nordoberfränkischen Vereins, die bei vielen Passanten Staunen hervorrief.  Nicht wenige versuchten sich an dem kniffligen Preisrätsel „Kennen Sie das historische Hof?“ und konnten mit etwas Glück einen Buchpreis ihrer Wahl gewinnen. Wer nicht so erfolgreich war, durfte sich mit einem kleinen Weihnachtsmann den Marktbesuch versüßen. Für die beteiligten Mitglieder war es wichtig, auch mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und allgemein auf die Veranstaltungen und Ziele des Vereins aufmerksam zu machen. So lautete den auch das einhellige Resümee: Der derartiger Publikumsauftritt verlangt nach Wiederholung bei passender Gelegenheit.

Zurück in die Vergangenheit und tief unter die Erde

Bergbaufreunde retten Wissenschaftsschatz für die Nachwelt

Nicht alle Schätze sind aus Gold, manche sind aus Papier und Tinte. Vor fast 250 Jahren hat der Erlanger Professor Johann Paul Reinhard eine Bestandsaufnahme des Bergbaus in der Region geschrieben: den „Versuch einer Geschichte der Bergwerke im Baireuthischen“. Seitdem schlummert das Manuskript im Geheimen Hausarchiv der Hohenzollern auf der Kulmbacher Plassenburg, später als Abschrift im Bamberger Staatsarchiv. Ein Bergbau-interessierter Zirkel aus dem Hofer Land hat „den Reinhard“ nun mit enormen Aufwand und Enthusiasmus in unsere Schrift übertragen und in Buchform gebracht.

Am 7. Dezember 2022 wurde das Werk als 74. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde im Museum Bayerisches Vogtland der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist im Buchhandel oder im Stadtarchiv Hof für 25,00 Euro erhältlich. Vereinsmitglieder erhalten den Band kostenlos.

Nicht alle Schätze sind aus Gold, manche sind aus Papier und Tinte. Vor fast 250 Jahren hat der Erlanger Professor Johann Paul Reinhard eine Bestandsaufnahme des Bergbaus in der Region geschrieben: den „Versuch einer Geschichte der Bergwerke im Baireuthischen“. Seitdem schlummert das Manuskript im Geheimen Hausarchiv der Hohenzollern auf der Kulmbacher Plassenburg, später als Abschrift im Bamberger Staatsarchiv. Ein Bergbau-interessierter Zirkel aus dem Hofer Land hat „den Reinhard“ nun mit enormen Aufwand und Enthusiasmus in unsere Schrift übertragen und in Buchform gebracht.

Am 7. Dezember 2022 wurde das Werk als 74. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde im Museum Bayerisches Vogtland der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist im Buchhandel oder im Stadtarchiv Hof für 25,00 Euro erhältlich. Vereinsmitglieder erhalten den Band kostenlos.

Einflussreich, vermögend und wohltätig

Die Familie Schutfeld prägte 250 Jahre die Stadt Hof

Zahlreichen Zuhörern stellte Norbert Goßler im Museum Bayerisches Vogtland sein neues Buch „Die Familie Schutfeld – eine bedeutende Hofer Bürgerfamilie im Spätmittelalter“ vor. Links im Foto Dr. Axel Herrmann, der Vorsitzende des Langnamenvereins, der das Buch herausgegeben hat. Die Familie Schutfeld war eine der einflussreichsten und bedeutendsten Bürgerfamilien Hofs. Nach akribischen und langwierigen Quellenstudien in verschiedenen Archiven hat der Autor Norbert Goßler darüber ein informatives Buch geschrieben.

 

Bei der sehr gut besuchten Präsentation im Museum Bayerisches Vogtland wies der Vorsitzende des Langnamenvereins Dr. Axel Herrmann auf die Bedeutung dieses Buches hin, das der mittelalterlichen Geschichte Hofs einen weiteren Mosaikstein hinzufüge. Die akribische Forschungsarbeit Goßlers sei nicht nur eine Familiengeschichte, sondern gebe lebendig und sehr anschaulich Einblick in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Spätmittelalters in unserem Raum. Norbert Goßler führte die Gäste unterhaltsam durch das Leben und Wirken der Familie Schutfeld. Sie nutzten ihr Vermögen, um sich vielfältig sozial zu betätigen. So gehörten sie zu den Begründern und Stiftern des Hofer Hospitals sowie der „Verwahrung und Erziehung von Findelkindern“. Dadurch entstand das erste Waisenhaus der Stadt.

Erhalt des Hofer Bismarckturms

Spendenübergabe des Langnamenvereins

Der Entschluss stand schon lange fest. Nachdem nun ein baldiger Beginn der Sanierung des Hofer Bismarckturmes in greifbare Nähe gerückt ist, wollte der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde nicht länger warten und auch seinerseits das Projekt mit einer Spende von 2000.- Euro unterstützen.

Stadtheimatpfleger Leo Reichel als unermüdlicher Promotor der Turmsanierung sowie Dr. Axel Herrmann und Reiner Frank vom Vorstand des Langnamenvereins trafen sich zu einer symbolischen Übergabe der Spende am Fuße des Bismarckturmes. Im Gespräch war man sich einig, dass schon der unvergleichliche Blick von Turm auf Hof und die weitere Umgebung seine Rettung rechtfertige. Zudem sei das Bauwerk für viele Hofer identitätsstiftend, weise das Denkmal doch auf den Stolz und das Vermögen der Hofer Bürgerschaft während des Aufstieges zu einer bedeutenden Industriestadt hin. Daher sieht auch der Nordoberfränkische Verein jede Spende für den Erhalt des Turmes als gut angelegt an.

Schülerwettbewerb 2021

Preisvergabe des Langnamenvereins

Im Rahmen einer Feierstunde am Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof hat der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde Hof die Preise für den Schülerwettbewerb 2021 vergeben.

Schulleiter Michael Wagner freute sich bei der Begrüßung der Preisträger und Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen, dass zum zweiten Mal in Folge ein ehemaliger Schüler des Reinhart-Gymnasiums den Hauptpreis erhalten hat. In seiner Laudatio hob der Vorsitzende des Langnamenvereins, Dr. Axel Herrmann, besonders die Recherchefreudigkeit und Zielstrebigkeit der Schüler bei der Anfertigung ihrer Seminararbeiten hervor.

Den ersten Preis in Höhe von 500 Euro erhielt Jonas Stelzer vom Reinhart-Gymnasium für seine Untersuchung „Auf den Spuren der NS-Euthanasie in Konradsreuth“. Die Nachforschungen zu diesem Thema, über das immer noch ein zu großer Mantel des Schweigens ausgebreitet ist, führten ihn bis ins Bundesarchiv nach Berlin. Der Langnamenverein wird in seinem nächsten Aufsatzband die Ergebnisse dieser Arbeit einem größeren Publikum vorstellen.

Jeweils einen zweiten Preis, dotiert mit 300 Euro, konnten Marie Rosentreter von der Fach- und Berufsoberschule Hof für ihre „Machbarkeitsanalyse zur Haltung eines Bienenvolkes“ und Nina Grossmann vom Schiller-Gymnasium mit einer Arbeit über „Die Ankunft der Prager Botschaftsflüchtlinge in Hof“ in Empfang nehmen.

„Die Geschichte des Selber Wiesenfestes“ wurde ebenfalls mit einem zweiten Preis gewürdigt. Sie war eine Gemeinschaftsarbeit des P-Seminars des Walter-Gropius-Gymnasiums Selb.

Dr. Herrmann, Vorsitzender des Langnamenvereins, warb abschließend nochmals für den seit über 25 Jahren bestehenden Wettbewerb und wies darauf hin, dass die Einreichungsfrist für die Arbeiten des Jahres 2022 bis zum 15. September verlängert worden sei. Die Ausschreibung findet sich auf der Homepage des Nordoberfränkischen Vereins unter www.hof-lnv.de.

 

Philipp Rosenthal

Kreativität eines Unternehmers

Der Wohnsitz Philipp Rosenthals, Schloss Erkersreuth, erfreut sich großen Interesses. So konnte der Langnamenverein auch bei der zweiten Führung mit Frau Gisela Kreuzer, der Vorsitzenden des Fördervereins Schloss Erkersreuth, viele Besucher begrüßen. Ihr Insiderwissen brachte ihnen die außergewöhnliche Person Philipp Rosenthals näher. Der Abschluss im Rosenthal Casino bei Kaffee und Kuchen zeigte noch einmal die Kreativität dieses Unternehmers.

 

 

Exkursion nach Wurlitz

Serpentinitfelsen

Trotz eines nicht ganz beständigen Wetters ließ sich eine beachtliche Zahl von naturverbundenen Personen nicht davon abhalten, am 31. Mai unter Führung von Thomas Blachnik und Isabel Kaske die Serpentinitfelsen  bei Wurlitz aufzusuchen. Sie erfuhren dort sehr viel Wissenswertes über Flora, Fauna und den Wandel des geschützten Landschaftsgebietes mit Kiefernheide-Wäldern.

 

 

Gründung Arbeitskreis Industriekultur

Neuwahlen beim Langnamenverein

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde, kurz Langnamenverein, gab es eine wichtige Veränderung in der Vorstandschaft. Der langjährige Schatzmeister Rolf Zeitler stellte sich nicht mehr zur Wahl. Sein Amt übernahm Thomas Schott, der bisher bereits als Revisor gewirkt hatte. Erster Vorsitzender Dr. Axel Herrmann dankte Rolf Zeitler für 18 Jahre äußerst engagierte und zuverlässige Mitarbeit in der Vorstandschaft.

 

In ihren Funktionen bestätigt wurden Dr. Axel Herrmann als Erster Vorsitzender, Wolfgang Schilling als Stellvertretender Vorsitzender und Reiner Frank als Schriftführer.

Siegfried Leupold und Peter Eitler wurden als Revisoren gewählt.

 

Dr. Herrmann betonte in seinem Rechenschaftsbericht, dass der Verein trotz den pandemiebedingten Einschränkungen seine Arbeit weitgehend aufrechterhalten konnte und sowohl digital als auch in Präsenz zahlreiche Vorträge durchgeführt hatte. In Zukunft soll die Vorstandsarbeit durch die stärkere Einbindung des Ausschusses auf eine breitere Basis gestellt werden. Dr. Herrmann bedankte sich beim Ausschuss für die geleistete Arbeit. Neu gewählt wurden in dieses Gremium: Dr. Magdalena Bayreuther, Dr. Alexander Eisgrub, Ulrich Glas, Anne Grießhammer, Maximilian Hanschke, Leo Reichel, Dr. Adrian Roßner, Sabine Schaller-John und Eva Spörl.

 

Auf großes Interesse stieß im Anschluss auf die Hauptversammlung der Vortrag „Industriekultur im nordöstlichen Bayern“, den Dr. Adrian Roßner und Wolfgang Schilling hielten. Bezogen auf die Textilindustrie im Hofer und die Porzellanindustrie im Selber Raum, zeigten sie die sich bereits früh abzeichnende Entwicklung zu diesen die Region prägenden Industrien auf. Dieses industrielle Erbe sei kennzeichnendes Alleinstellungsmerkmal der nordostbayerischen Region. An Beispielen zeigten sie auf, wie das noch bestehende industrielle Erbe sinnvoll bewahrt werden kann. Auf große Resonanz stieß ihre Ankündigung, zur Bewahrung dieses Erbes einen eigenen Arbeitskreis „Industriekultur“ gründen zu wollen.

 

 

Schloss Erkersreuth versinnbildlicht den Genius Rosenthal

Auf den Spuren der Porzellankönige

Auf den Spuren der Porzellankönige wandelte der Nordoberfränkische Verein für Natur-Geschichts- und Landeskunde. Er hatte unter der Leitung von 2. Vorsitzenden Wolfgang Schilling aus Selb zur Exkursion nach Schloss Erkersreuth eingeladen, den Wohnsitz Philipp Rosenthals. Unter der spannenden und informativen Führung von Gisela Kreuzer gewannen die Gäste nicht nur Einblick in das 1748 errichtete markgräfliche Jagdschloss, sondern auch in die vielfältige kreative Persönlichkeit von Philipp Rosenthal, der sich hier auf ideenreiche und immer wieder überraschende Weise verwirklicht hat. Nach seinem Tod drohte das Schloss zu verfallen. Dank des Ankaufs durch die Stiftung „Kulturerbe Bayern“ besteht große Hoffnung, das Andenken Philipp Rosenthals künftigen Generationen zu erhalten. Gisela Kreuzer, die Vorsitzende des Fördervereins Schloss Erkersreuth, die vieles aus eigenem Miterleben kennt und mit zahlreichen Beteiligten persönlich bekannt war, bot den Mitgliedern des Langnamenvereins eine exklusive Führung an, die viele Einblicke hinter die Kulissen gewährte und die vielfältige Persönlichkeit Philipp Rosenthals an seinem ehemaligen Wohnort lebendig werden ließ. Sein Vater hatte hier 1879 im Keller mit der Dekoration von Porzellan begonnen, dort wo heute noch das Schwimmbad Rosenthals besichtigt werden kann, auch legendärer Ort vieler Feste. Dies war der Ursprungsort des späteren Porzellanweltkonzerns. Die Rosenthal AG kaufte 1953 das Schloss und Philipp Rosenthal bezog dort seine Wohnung. Nach seinen Ideen und zusammen mit Künstlern, die damals für den Porzellankonzern arbeiteten, gestaltete er Schloss Erkersreuth zu einem El Dorado moderner Kunst und Kultur. Künstler wie HAP Grieshaber und Björn Winblad prägten nicht nur das einzigartige Design Rosenthals, sondern hinterließen auch im Schloss ihre einzigartigen Spuren. Die berühmten Politparties brachten viele Prominente zu Gesprächen, aber auch zum Feiern nach Selb. Dieses Kleinod hat viel zu erzählen von Kunst und Politik, von Porzellan und den Menschen, die es bewohnten. Im Anschluss an die Führung gab Organisator Wolfgang Schilling bei einem Abstecher zur alten Rosenthal-Villa hinter dem heutigen Rosenthal-Outletcenter noch interessante Einblicke in die Entstehung und erfolgreiche Entwicklung des Konzerns sowie in die Geschichte der Familie Rosenthal.  

Wärschtlamänner, Volksheilkunde und Kriegsende in Hof

Band XIII der Miscellanea curiensia neu erschienen

Im Museum Bayerisches Vogtland stellte Dr. Axel Herrmann, der Vorsitzende des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde, den neusten Band XIII der „Miscellanea curiensia“ der Öffentlichkeit vor. In Anwesenheit einiger der Autoren wies der Vorsitzende darauf hin, dass die Miscellanea seit 25 Jahren erscheine. Er dankte den Verfassern für ihre profunde Arbeit und ging auszugsweise auf die einzelnen Aufsätze ein.

Arndt Müller: Die Wandbilder des Volto Santo in Bamberg und Bečov/Petschau            

Klaus Knothe: Volksheilkunde und Aberglaube. Das Büchla aus Reinersreuth

Dieter Richter: Theodor Fontane und die Eisenbahn – Mit einem besonderen Blick auf Fontanes Ballade „Hubert in Hof“ und die „Weihnachts-Einschneiung“ in Hof 1886

Arnd Kluge: Fast Food in Hof: Die Wärschtlamänner

Alexander Eisgrub: Die Reaktionen der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Dekanat Hof auf die Weltwirtschaftskrise (1929-1932)

Klaus Pflügner: Ernst Dietlein über Johann Georg August Wirth

Christoph Weißer: Friedrich Eberts Notizen vom Kriegsende in Hof 1945/46

Norbert Gossler: Kriegsende 1945 in Hof - Klara Meinel berichtet im Februar 1946 ihrem internierten Ehemann, dem Brauereibesitzer Friedrich Meinel, über die Geschehnisse der letzten Kriegstage in Hof   

Peter Weiß: Gegen den Strom. Arno Behrisch (1913-1989)     

Matthias Breitfeld und Heinz-Dieter Horlach: Gegenwärtiger Kenntnisstand der Adventivflora des Landkreises Hof            

Autorenlesung zur Hofer Schulgeschichte

Non scolae, sed vitae discimus

Unter dem Motto „Non scolae, sed vitae discimus“ setzten sich Dr. Axel Herrmann und Dr. Hans Schönemann mit der Hofer Schulgeschichte seit dem 16. Jahrhundert auseinander. In der Autorenlesung führten sie die Zuhörer auf sehr unterhaltsame Weise durch die Entwicklung des Hofer Schulwesens, immer der Frage auf der Spur, ob die Schüler nur für die Schule lernten oder nicht doch auch für das Leben. Dabei wiesen sie auf zahlreiche wenig bekannte Fakten und Zusammenhänge hin, die sie bei ihrer Arbeit für Band XII der Chronik der Stadt Hof erforscht hatten.

Wanderexkursion in Marxgrün

Wissenswertes über das Dorf im Frankenwald

Ein voller Erfolg war die Wanderexkursion am 3. Juli rund um Marxgrün unter Führung von Frau Dr. Magdalena Bayreuther. Bei der ersten Präsenzveranstaltung des Nordoberfränkischen Vereins in diesem Jahr erfuhren die Teilnehmer alles Wissenswertes über das Handwerker-, Industrie- und Eisenbahnerdorf im Frankenwald. Höhepunkte waren dabei die Besichtigung des ehemaligen Hammergutes des Familie Loewel sowie die Vorführung der über 100 Jahre alten Holzsägegatters in der Modelsmühle.